Jungösterreich

Das Buch

Der autobiografische Roman "Jungösterreich" von Heinrich von Schullern zählt zu den interessantesten Studentenromanen korporationsstudentischer Literatur.

Geboren 1865 in Innsbruck, beginnt von Schullern sein Medizinstudium in Graz und tritt dort 1886 der Burschenschaft Frankonia bei. Wegen mangelnden Studienerfolges muss er jedoch nach einem Jahr auf Geheiß des Vaters nach Innsbruck zurückkehren, wo er sein Studium erfolgreich fortsetzt und auch den Einjährig-Freiwilligen-Militärdienst im Ambulanzkorps absolviert. Erneut wechselt er die Universität und geht nach München, wohl auch, weil dort seine Pennälerliebe (und spätere Frau) Anna von Thurn lebt. Nach Innsbruck zurückgekehrt promoviert er 1890 zum Doktor der gesamten Heilkunde.

Der 1910 erschienene Roman umfasst die Zeit von der Matura von Schullerns bis zu seiner Tätigkeit als Arzt in Salzburg und Wien. Er behandelt alle damals in Studentenkreisen relevanten geistigen Strömungen:

Auf dem Innsbrucker Gymnasium hat Oskar von Wernhardt, wie der Autor sich selbst im Buch nennt, ein fast ausnahmslos "schwarz-gelb" eingestelltes Lehrerkollegium. Er verkehrt aber bereits in einem deutschnational ausgerichteten Kreis der "Eichenbündler" und lernt auch über die Burschenschaft Suevia die im Studententum entstandene neue deutschnationale Strömung kennen. In Graz wird er selbst Burschenschafter. Er erlebt aktiv etwa die Gründung des Deutschen Schulvereines mit und wird begeisterter Schönerianer. In München knüpft er erstmals Kontakte auch zu norddeutschen Burschenschaftern und erfährt deren häufiges Unverständnis gegenüber dem Volkstumskampf der Deutschösterreicher.

In breitem Facettenreichtum spannt sich das Buch vom Preußen-begeisterten Schönerianertum bis zum deutschbewussten Österreich-Patriotismus und läßt beide Geisteshaltungen - besonders im Rückblick - besser verstehen.

Der Roman verschlüsselt alle vorkommenden Namen damals wichtiger Persönlichkeiten und Bünde – neben Burschenschaften auch Corps, Landsmannschaften, bis hin zu jüdischen Korporationen. In jahrelangen Recherchen durch Mag. Manfred Lang und Ing. Horst Winkler (beide Frankonia Graz et Teutonia Wien) konnten diese fast zur Gänze entschlüsselt werden. Die Ihnen hier vorgestellte Neuauflage enthält mit deren freundlicher Genehmigung in einem Anhang diesen Schlüssel und gibt darüberhinaus fast alle im Buch vorkommenden Romangestalten auf alten Couleurfotografien auch im Bild wieder.

Einzelheiten der Seitengestaltung
(bitte klicken Sie auf das Buch, wenn Sie es kurz durchblättern wollen)


 

Die Wiederauflage von "Jungösterreich" erfolgte 2004 als Pilotprojekt unseres damals erst vier Jahre alten Verlages.

Die bibliophile, mit 1000 Stück limitierte und nummerierte Faksimile-Grundauflage ist bereits größtenteils ausgeliefert. Wir würden uns aber sehr freuen, sollten Sie sich zur Bestellung eines der noch lagernden Exemplare entschließen.

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